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Müller

600 Zuschauer in der Misburger Sporthalle feierten den HSV Hannover und die TSV Burgdorf II für ein begeisterndes Derby in der dritten Liga Nord. Einzig das Ergebnis stimmte aus Sicht der Gastgeber nicht, denn nach einer dramatischen Schlussphase verloren die Anderter mit 25:27 (16:11).
In den Schlussminuten war es ein wildes Spiel. Beim 23:23 (50.) verpasste Sebastian Czok mit einem Heber die erneute HSV-Führung. Burgdorfs Keeper Jonas Wilde traf dann das leere Tor nicht. Bitter, dass die ordentlich pfeifenden Unparteiischen wenig später ein klares Fußspiel von Burgdorfs Joshua Thiele übersahen, dass Burgdorfs Jannes Krone zum 24:25 nutzte. Der HSV riskierte alles, doch nach einem weiteren Ballverlust machte es Wilde besser und traf zum vorentscheidenden 26:24 (59.) ins erneut verwaiste Tor.
Ein bitteres Ende für den HSV, der in der ersten Hälfte mit einer aggressiven Abwehr das Spiel dominierte. Sebastian Czok lief in der Anfangsphase hieß und erhöhte mit seinem fünften Treffer auf 8:5 (17.). Der HSV blieb griffig und baute den Vorsprung sogar auf 14:8 (26.) aus. Das 16:11 zur Pause entsprach dem Leistungsunterschied beider Mannschaften.
Burgdorf kam mit mehr Biss aus der Kabine und stellte die Räume besser zu. Die vielleicht entscheidende Szene des Spiels war vor allem für Philip Müller ganz bitter und im buchstäblichen Sinne er Knackpunkt. Kurz nach Wiederanpfiff brach sich der Halblinke bei einer unglücklichen Abwehraktion die Mittelhand. Müller fehlte in der Folge sowohl im Innenblock, als auch für die leichten Tore. Dazu häuften sich jetzt plötzlich die Fehler im Angriff und beim 20:20 (45.) war der Vorsprung dahin. Der HSV tat sich immer schwerer und belohnte sich am Ende nicht für eine starke Leistung.

Stimmen zum Spiel:
Stephan Lux (Trainer HSV): Die Verletzung von Philipp Müller war für uns nicht auszugleichen. Die erste Hälfte war sehr gut von uns. Nach der Pause mussten wir dann bitter um jedes Tor kämpfen, weil wir kaum noch zum Wurf kommen. Das Ergebnis ist sehr bitter, jetzt geht es gegen den Abstieg.“


Heidmar Felixson (Trainer Burgdorf): „Die erste Halbzeit war zum Vergessen. Da waren wir zu passiv in der Abwehr. In der zweiten Hälfte hat unser sieben gegen sechs gut geklappt. Ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen, aber wir sind am Ende ruhig geblieben und glücklich über die zwei Punkte.“


Sebastian Czok (Spieler HSV): Die erste Halbzeit war Wahnsinn. Dann werfen wir keine Tore mehr. Burgdorf wollte es vielleicht auch ein bisschen mehr. Der Ausfall von Philip tut uns heute und über die Saison hinaus weh. Dann geht es dahin.“

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