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650 Zuschauer in der Misburger Sporthalle hielt es in den letzten Minuten des Derbys in der dritten Liga Nord-Ost zwischen dem HSV Hannover und der TSV Burdorf II nicht mehr auf den Plätzen. Beide lieferten sich vor allem nach der Pause einen Kampf auf Biegen und Brechen. Wie im Hinspiel gab es ein Wimpernschlag-Finale. Als Sebastian Czok beim 27:25 eine Minute vor dem Ende völlig blank vor dem Tor die Kugel einen Meter über die Latte ballerte stöhnten die HSV-Fans auf. Im Gegenzug verkürzte Bastian Weiß für die Gäste. 

 

Noch 25 Sekunden auf der Uhr und HSV-Trainer Stephan Lux nahm die Auszeit. Da seine Spieler danach nicht sofort über die Mittellinie kamen, zeigten die Schiedsrichter nach weiteren acht Sekunden passives Spiel an. Weil Czok keine Anspielstation fand, zog er zum Tor – und traf. „Wenn ich den nicht mache, reißt mir der Trainer den Kopf ab“, sagte Czok mit einem breiten Grinsen. 

 

Der Rest war Party pur und für Stephan Lux „ein elementar wichtiges Spiel. Wir hatten viele Verletzte und wussten, dass es nur über Kampf geht.“ Den nahmen die Anderter vom Anpfiff weg an und wirbelten die löchrige Abwehr der Gäste durcheinander. Kreisläufer Robin Müller war ebenso wenig zu stoppen, wie Czok und Philip Müller aus dem Rückraum. Fast jeder Schuss war ein Treffer und nach 17 Minuten leuchtete eine 12:8-Führung auf der Anzeigetafel. Lux und sein Co-Trainer Olaf Seegers gingen auf der Bank aus dem Sattel.

 

Dann stabilisierte Burgdorf die Abwehr, doch für die Glanzmomente sorgte weiter der HSV. Mit einem geradezu unglaublichen direkten Freiwurf traf Philip Müller zur 18:13-Pausenführung. Ein Treffer die Spieler schon wie den Sieg feierten. So weit war es aber noch lange nicht, denn die Burgdorfer Abwehr rührte nach der Pause Beton an.

 

Der HSV musste jetzt für jeden Treffer hart arbeiten und durfte sich bei ihrem starken Torhüter Götz Heuer bedanken, dass Burgdorf nicht dichter als auf zwei Tore (18:20/41.) herankam. Florian Schenker beruhigte mit einem verwandelten Siebenmeter die Nerven und die Zeitstrafe gegen Justus Fischer nutzte der HSV eiskalt und erhöhte auf 24:18 (45.). Nach einem 0:4-Lauf begann sieben Minuten später das Zittern. Robin Müller gelang das wichtige 25:22 (53.) und mit Hilfe ihrer Fans schnappten sich die Gastgeber zwei ganz wichtige Punkte.

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