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Insgesamt 15 Jahre hat Stephan Lux als Trainer die sportliche Entwicklung beim HSV Hannover geprägt. Zum Abschied ein kleines Interview, geführt von Uwe Serreck.

 

Durch die Corona-Pandemie ist Dein Abschied leider ausgefallen. Wir hoffen das bald nachholen zu können und das Du nicht allzu enttäuscht bist. 
Kann man sich besser verabschieden, als mit einem Derbysieg gegen Burgdorf im letzten Spiel? Das war emotional unglaublich und sportlich auch extrem wichtig. Alles andere werden wir sicher nachholen. Meine Familie und viele Freunde waren anwesend, was will man mehr. Außerdem –  ich bin in Anderten 2003 schon einmal verabschiedet worden und habe eine Collage bekommen. Ich war der Aufstiegstrainer und wir haben es das erste Mal geschafft zweimal in Folge in der Regionalliga (damals 3. Liga, d. Red.) die Klasse zu halten.


Warum haben sich die Wege damals trotz der Erfolge getrennt?
Unser Geschäftsführer Friedhelm Brandes hat mich rausgeschmissen (lacht). Aber wir haben dieses Kapitel hinter uns gelassen. So ist das Geschäft, Trainer werden entlassen. 2009, als der HSV noch in der zweiten Liga spielte haben mich dann Friedhelm und Alfred Thienel angesprochen, zurückzukommen. Alfred wollte mich nach dem Abschied von Christian Prokop mit auf der Bank haben.


Du hast den HSV in der dritten Liga etabliert und dir einen Namen als Trainer gemacht. Wann hat Deine Laufbahn begonnen?
Ich habe früher selber Handball und Fußball gespielt, wobei ich eher der bessere Kicker war. Mit 21 bin ich in meinem Heimatverein TSV Neustadt Jugendtrainer geworden und habe 1996 sogar für zwei Jahre die Frauen des Hannoverschen SC in der Oberliga trainiert. In der Saison 1998/99 war ich unter Jürgen Kloth Co-Trainer in Burgdorf und bin ein Jahr später in Anderten Nachfolger von Klaus Graafmann geworden.


Sein Name ist untrennbar mit dem Anderter Handball verbunden.  Du bist in große Fußstapfen getreten und hinterlassen heute selber welche. Was ist das für ein Gefühl?
Klaus Graafmann hat den Handball in Anderten aufgebaut und den Verein 30 Jahre geprägt. Deshalb war es damals für mich schwieriger. Ich musste vieles ändern und alte Zöpfe abschneiden, um erfolgreich zu sein. Das war eine herausfordernde Aufgabe, aber ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein und war sicher, dass ich es schaffe. Meinem Nachfolger Robin John übergebe ich jetzt eine intakte Mannschaft. Eigentlich kann da nichts schiefgehen. Robin wird das schon machen.

 
Was bleibt aus den vergangenen elf Jahren hängen, was hast Du vielleicht auch gelernt?
Da gab es sehr viele Dinge. Zum Beispiel das eine Jahr zweite Liga. Da habe ich gelernt, dass ich keinen Spaß habe, Profitrainer zu sein. Das ist eine andere Welt. Ich habe die Unabhängigkeit schätzen gelernt, die mein Beruf mir im Handball ermöglicht. 

Ich kann immer sagen: ich höre auf und mache nur noch Schule. Es gibt noch ein Leben neben dem Handball.


Welche anderen Hobbies gehören dazu?
Ich fahre gern Motorrad. Am liebsten Enduros. Früher gerne Cross, aber heute eher gesittet. Man wird ja älter. Beim Motorradfahren gibt es Geschwindigkeit und wenn man nach dem Ortsschild den Hahn aufdrehen kann, ist das einfach geil.

 

Zurück zum Handball: Was waren besondere Erlebnisse in den Jahren in der dritten Liga?

Einfach gemeinsam mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Besonders war immer, die Derbys zu spielen und erst recht zu gewinnen. Gegen Burgdorf II als das einzig richtig Derby und zuhause als Außenseiter gegen Hildesheim. Das sind tolle Momente. Das gilt auch für die fünf Jahre mit Alfred (hat 2014 beim HSV aufgehört, d. Red.). Er ist mein bester Freund und insofern war es eine besondere Konstellation. Auch die Zeit danach mit Michael Spichala möchte ich nicht missen. Nicht zu vergessen natürlich unser Manager Dirk Schroeter. Wir waren ein gutes Team.

 

… aber Stephan Lux schien nach außen immer der Anschieber zu sein…
Ich habe mit Schroeti und Friedhelm vor jeder Saison besprochen, wie wir planen können. Schroeti hat es immer geschafft, die Leute zu holen, die wir uns überlegt haben. Und wir haben die Jungs aus der A-Jugend entwickelt. Der sportliche Bereich war meins, alles andere haben andere Leute im Verein geleistet.

 

Du hast ein Auge für Talente und schaffst es diese zu Leistungsträgern zu entwickeln. Davon konnten wir viel profitieren...

Das war immer mein Anspruch. Wir hatten nie viel Geld, haben es aber immer gut hinbekommen und einiges erreicht für den Anderter Handball. Darauf darf man stolz sein. Wenn man sieht, dass Spieler wie Joel Wolf, Julius Bausch oder Kevin Klages, die man seit der C-Jugend begleitet, zu respektierten Spielern in der 3. Liga werden, dann ist das ein wirklich gutes Gefühl.


Wie siehst Du die Entwicklung der 3. Liga in den letzten zehn Jahren?
Das Niveau wird immer besser und die Vereine immer professioneller, auch weil sie immer mehr Geld haben. Zuletzt gab es keine Mannschaften mehr, wo man vor der Saison sagen kann: die steigen ab. Dazu gibt es viele Profitruppen wie Dessau. Ich glaube, dass es für viele Vereine durch die Coronakrise sehr schwierig wird, dennoch wird es für einen Verein wie den HSV eine Herausforderung bleiben, in der 3. Liga zu bestehen.

 
Was sind die Trümpfe des HSV?
Teamgeist, Eingespieltheit, Bereitschaft zum Verzicht sowie starke Charaktere im Team. Und dazu tolle Fans. Mit unserem Schnitt von 400 Zuschauern macht es viel Spaß. Das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit. Auch unser Pressesprecher Björn Thiel macht einen tollen Job.


Du zählst viele positive Dinge auf, trotzdem verlässt Du den HSV, warum?
Es war die richtige Entscheidung und einfach Zeit für eine Veränderung. Als junger Handballer beim TSV Neustadt war der TSV Anderten die Champions League, da wollte ich hin. Das habe ich erreicht. Jetzt möchte ich in Großenheidorn etwas aufbauen und versuchen, unseren Sport in Wunstorf und Neustadt auf einem möglichst hohen Niveau zu präsentieren.


Was wirst Du vermissen?

Eine Menge. Alle im und um das Team herum, die diese besondere Atmosphäre der ersten Herrenmannschaft des TSV Anderten ausmachen, wobei man nicht alle aufzählen kann. Ich werde es vermissen, mit Dirk Schroeter nach dem Spiel zu unserem Spanier Pepe zu gehen. Und mit Sicherheit, zu unserem Torhüter Götz Heuer zu sagen: „Geh in dein Scheißtor, du Affe“, übrigens ein Zitat von Alfred. Und mit den Jungs während des Trainings zu quatschen und natürlich die Atmosphäre bei unseren Spielen. 

 

Die Verantwortlichen des HSV Hannover und TSV Anderten bedanken sich sehr herzlich für die langjährige und gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre. Wir wünschen Stephan zunächst mal viel Gesundheit und für seine neue Aufgabe viel Erfolg und freuen uns ihn künftig vielleicht auf andere Art und Weise wieder zu sehen. Danke für Dein Engangement im Anderter Handball.

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